Erschaffung der Theatergruppe Bachern

Autor: Anton Hörmann

Oder: Wie die Bacherner Fußla zum Theater kemma sen

A jeder merkt es scho am Titel
die Chronik is a netts Kapitel
Heit a Gschicht ausplaudert werd
a ganz wichtige – habts ghert
denn dass des jeden interessiert
Wer´s Theaterspuin hot eingeführt
woher der Brauch is kemma
des wird`s ma wohl net übelnehma
drum Leit, paßts auf und horchts auf mi
Weil i die Wahrheit selber bi.

Am Anfang war- außer Fußln – nix
und über a Weil war wieder nix
und a paar Jahr später dann
do war erst recht nix, -wo mir san
do hot ein Vorstand Philipp Hagg sich denkt
ja Himmiherschaftsfirmament
Do muß was her - des siech i scho
und is a Sportheim –liegt o nix dro
so aber derfs it weiter bleibn
do det ma ja 2000 schreiben
und über mi do werat glacht
weils hoaßt i hätt nix zammabracht
es is scho so, i muß was to`
morgn früh glei fang i s`werkln oh
nicht nur die Fußla, denkt sich er
nah, do mißn oh die Schützen her
und so hams gwerklt ist doch klar
des Sport und Schützenheim wird wahr

und in am Johr da wars scho do
blos wars wia heit no net a so
Doch weil der Zustand , des is klar
so auf die dauer letschert war
hat als Versuch gewissermaßen
der Thurner Edi sich was einfall´n lass`n
Im Jahre 1980 dann
in einer Ausschusssitzung reift der Plan
die Weihnachtszeit steht vor der Tir
jeder frogt was macher mir
des Heim des is jetzt zammerbaut
der Edi no genau hinschaut
und no mal her – und hinbetracht
als ob er no was sucha taat
da plötzlich kriegt sei Herz an Stösser
und seine Augen werden größer
zum Red´n er anfangt –und des is war
„Wir spuin Theater-alles klar
des neue Heim des nobli
macht des jetzt für uns mögli“
er hot oh dann net lange g`wart
hot glei a paar Leit zammerg`schart
die Rippich Laura und Huber Mariann
von der Gymnastikgruppe war´n als erste dran
An Strasser Hans und Hubert Holik hot er gseg`n
und glei gfragt ob´s mitspuil mögn
der Gerhard Rieger sagt oh glei ja
jetzt war blos zum Eisag´n no niemand da
als Soffleuse is dann die Marlene vom Huber eigschbrunga
so hamms dann endlich s`Proben afanga kenna
Als Leihgabe vom Ottmaringer Theaterverein dann
der Menzinger Herbert als Theatertrainer musste ran
er und da Edi zoagn den Akteuren sodann
was ein Theaterspieler alles wissen muaß und kann
der Edi hot nebenbei a Bühne baut
so manchen Zuschauer hots fast vom Hocker ghaut
man hot noch schnö an Vorhang zammagnäht
denn vorher die Bühne sehgt, de sollma ja net
der Edi hot no sein Nagel in `Wand neighaut
de Leit vor der Bühne ham nix gmerkt- es war net laut

Eine Wuiderer-Parodie in einem Akt
werd an der Weihnachtsfeier gpuit des ist Fakt
„Nazi der Bazi“ des Stückl sich nennt
die Zuschauer ham vor lachen sich bald derrennt
es hat oh ganz guat klappt a so
es war koa Konkurenz net do

Ja lieba Leit –Jetzt is es klar
das des die Geburtsstunde der Theatergruppe war
Jetzt muß i sagn seit dera Stund
geht’s jedes Weihnacht bei uns rund
mancher fiebert im September scho
wann geht des nei Stückerl o`
und so vergehn man sieht es ja
25 Theaterjahr

das i do steh ist mitnichten
oh a Teil von der Theatergschichtn
im alten Sportheim die Besucher schwitzten sehr
deshalb a neier Saal musst her
und so hams wieder gwerkelt alle mitanand
und scho war des Sport- und Schützenheim im neien Gwand
im Johr 2000 dann im neia Saal
vui Zuschauer sein kemma vo überall

wies weitergeht möcht i mir schenka
das kann sich jeder selber denka
i woas blos uans von dera chronikgschicht
des Ziel erreicht habn wir noch lange nicht
drum glaub i es wär net verkeht
wenn’s mit der nächst´n Feier oh was wert
des 50jährige des muß i beteuern
würd ich gern noch mit euch feiern

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