Premierenbericht: Boing Boing

Zeitungsbericht in der FA am 30.12.2008

Turbulenzen um drei Stewardessen

Bacherns Schauspieler begeistern mit "Boing-Boing" die Zuschauer

Ein volles Haus am Premierenabend und viele erwartungsvolle Zuschauer waren der Lohn für die vielen Probenabende der Theatergruppe der Sportfreunde Bachern seit Oktober. Ganz im Gegensatz zum Bauernstück im letzten Jahr erwartete das Publikum heuer ein modernes Lustspiel in drei Akten: "Boeing Boeing" von Max Carroletti wurde 1960 in Paris uraufgeführt.

Der charmante Innenarchitekt Bernhard (Stefan Wittkopf) führt ein recht aufregendes Doppelleben, dass er streng nach einem festen Stundenplan organisiert. Grund dafür sind drei attraktive Stewardessen (Michaela Fischer, Veronika Wittkopf, Daniela Friedl) verschiedener Nationen, die je nach Flugplan ihrer jeweiligen Airline bei ihm wohnen. Selbstverständlich weiß keine von der anderen und hält ihren Verlobten Bernhard für treu und brav.

Als Bernhards alter Schulfreund Robert (Stefan Kienle) plötzlich auftaucht ist dies für ihn eine gute Gelegenheit, den Freund über sein aufregendes Leben in Erstaunen zu versetzen. Zunächst schwer beeindruckt merkt Robert aber bald, dass die Koordination dreier Frauen mit einem Wechsel des Flugplanes und unvorhergesehener Wetterkapriolen ganz schön schwierig werden kann. Aber er und Haushälterin Berta (Monika Gastl) geben alles um Bernhard so zu unterstützen, dass er den Darnen und ihren Bedürfnissen gerecht werden kann.

Die turbulente Boulevardkomödie "Boing Boing" bringt der Theaterverein Bachern auf die Bühne. Foto: Ines Schmitt

Die Türen auf der Bühne scheppern im Rhythmus der turbulenten Ereignisse und das Publikum spendet des Öfteren kräftigen Szenenapplaus. Zu komisch präsentiert sich Robert, kommentiert Berta den turbulenten Haushalt des gnädigen Herren und bemüht sich Bernhard die ständig wechselnden Forderungen zu erfüllen.

"Die Schauspieler haben heuer enorm viel Text lernen müssen", berichtet Spielleiter Josef Friedl und fügt hinzu "Wir haben uns an ein schwieriges Stück gewagt, dass nicht ganz einfach umzusetzen ist. Aber gerade diese Herausforderungen machen die Theaterarbeit interessant". Viel gesprochenes Wort und im Verhältnis eher wenige Darsteller äuf der Bühne verlangten nicht nur vom Publikum viel Aufmerksamkeit. Aber etliche in das Stück eingeflochtene aktuelle Geschehnisse und das gespannte Warten auf den Knall wenn sich alle drei Stewardessen begegnen 'müssen', sorgen für einen kurzweiligen Theaterabend.

Auch die Mitstreiter hinter der Bühne (Regieassistenz Gerdi Gold, Technik & Bühne Anton Hörmann, Requisite Traudi Völk, Souffleuse Heidi Mühlbauer, Werbung Helmut Mühlbauer, Maske: Traudi Holzleitner, Helga Altmann, Melanie Friedl und Andrea Hörmann) haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet und so für ein Highlight im Bacherner Sportheim gesorgt.

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