Männer allein zu Hause

Zeitungsbericht in der FA am 31.12.2007

Sport-Freunde Bachern zeigen den Schwank "Horoskopwastl". Für zwei weitere Aufführungen gibt es noch Karten

Bachern "Vorhang auf" für den "Horoskopwastl" hieß es im Sportheim Bachern. Auf einer bis ins kleinste Detail hervorragend gestalteten Bühne brillierte die Theatergruppe der Sport-Freunde Bachern mit einem Lustspiel in drei Akten von Erika Naumann.

Zum Inhalt: Die beiden Ehemänner Vitus (Dieter Rittweger) und Sepp (Heunut Mühlbauer) hausen mit ihren zwei Single-Spezln Wästi (Stefan Wittkopf) und Flori (Thomas Bichler) seit mehreren Wochen in einer einsamen Berghütte. Grund dafür ist ihre panische Angst, daheim unter dem weiblichen Pantoffel stehen zu müssen. Wasti hat zudem anhand der Horoskope für die vier "Dampf und Explosionen" vorausgesagt und so bemühen sich die Freunde eifrig, keine Gedanken an die Weiberleut zu verschwenden.

Ganz nach dem Motto "Männer allein zu Haus" geht es in der Berghütte recht urig und gemütlich zu. Die alltäglichen Arbeiten wie put
zen, kochen und spülen werden sehr männlich erledigt (absolut sehenswert) und sorgen beim Publikum für anhaltende Lacher.

Von den im Dorf zurückgebliebenen Ehefrauen kann der Ausbruch in die Männer-WG natürlich nicht geduldet werden und so machen sich Annamirl (Traudi Volk), Walli (Michaela Fischer) und Vroni (Veronika Wittkopf) mit ausgefuchster Weiberlist daran, ihre Mannsbilder zurückzugewinnen. Ob ihnen das allerdings gelingt, sollte man sich unbedingt selber anschauen.

Eine rechte Männerwirtschaft gibt es auf der Bühne des Sportheims Bachern, wo die Theatergruppe heuer den Schwank "Horoskopwastl" zeigt. Foto: Ines Schmitt

Und genau hinschauen lohnt sich absolut. Mit viel Liebe zum Detail wurde von der Theatergruppe ein sehr aufwändiges und eindrucksvolles Bühnenbild geschaffen in das sogar eine Treppe ins Obergeschoß und ein funktionierender Herd eingebaut sind. Die Verantwortlichen Anton Hörmann (Bühnenbau und Technik), Anton König (Bühnenbauhilfe), Monika Gastl (Requisite) und Heidi Mühlbauer (Souffleuse) sowie Traudi Holzleitner, Helga Altmann und Melanie Friedl (alle Maske) haben ganze Arbeit geleistet und lassen den Theaterabend für das Publikum zu einem außergewöhnlichen Erlebnis werden. Laut krachende Aktion auf der Bühne wechselt mit Passagen, die ganz ohne Text, dafür aber mit ausgefeilter Mimik und Gestik eindrucksvoll dargestellt werden.

Sichtlich zufrieden zeigte sich auch Spielleiter Josef Friedl, der auf eine langjährige Theatererfahrung zurückgreifen kann und so mit zum Erfolg der Aufrührungen beiträgt. "Die erhöhten hinteren Sitzplätze haben sich bewährt und die Akteure vor und hinter der Bühne waren in Bestform. Auch unsere beiden Theateneulinge Veronika Wittkopf und Michaela Fischer haben ein einwandfreies Debüt gegeben".

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