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Theatergruppe präsentiert ihren Schwank "Rambazamba" mit viel Situationskomik
Viele tausend Zuschauer hat die Theatergruppe der Sportfreunde Bachern seit Jahrzehnten schon mit ihren Aufführungen erfreut. Auch zur Premiere des jüngsten Schwanks fand sich am Wochenende wieder ein treues Stammpublikum ein.
Während im Vorjahr "Der verhinderte Casanova" die Lachmuskeln strapazierte, gibt es diesmal drei Akte lang "Rambazamba am Lido". Das klingt ein wenig nach den anspruchslosen Kino-Komödien der 60er Jahre mit Georg Thomalla oder Heinz Erhardt: Leichte bis seichte Kost mit viel Situationskomik und Kalauern wie "Prego setzo auf Popo".
Wem so etwas gefällt, der wird mit den weiteren Aufführungen in Bachern bestens bedient. Spielleiter Josef Friedl hat mit der Auswahl des Stücks also aufs sichere Pferd gesetzt. Trotz der Adaption ins Bayerische muss mancher Darsteller aber beim Hochdeutschen bleiben, was hörbar nicht immer ganz einfach ist. Das einzige Szenenbild wurde zum Glück vom Inneren einer Ferienwohnung vors Haus verlegt, sodass die Zuschauer statt der üblichen langweiligen Stube die Illusion einer südländischen Urlaubslandschaft samt der typischen Flora sehen - Anton Hörmann und eine Fototapete machen's möglich.
Warum es am Lido Liebe und Leid, also das übliche Rambazamba gibt, ist schnell erzählt: Als Fritz Knorbel (Dieter Rittweger) mit Tochter Heidi (Anita Häberle) in seiner italienischen Ferienwohnung ausspannen will, ist diese bereits belegt, denn Mutter Melanie Knorbel (Angela Germer) hat den Schlüssel ausgerechnet den verhassten Nachbarn aus Deutschland überlassen. Doch Familie Schinder samt Schwiegermutter weigert sich partout, auszuziehen, und sieht in Heidi die junge Geliebte des alten Knorbel. Viel Wirbel um die Belegung der Betten und ein Happy-End, bei dem schließlich alle das Kriegsbeil wieder begraben - das war's.
Die Situation bietet allerlei Anlässe zur Zwerchfellmassage: Wenn Agathe Schinder (Monika Gasti) und Klementine Mitesser (Gertraud Volk) im Nachthemd auf der Toilette sitzen oder Alois Schinder (Tommy Al- brecht) endlich wieder einmal schnackseln will und sich dafür ein blaues Auge einfängt, wenn die Frauen als Klobürsten und Wetterhexen überzeichnet werden oder Maria Jesare (Gerdi Gold) eine italienische Tarantella tanzt.
Dass die Dialoge stellenweise so platt sind wie die Fototapete auf der Bühne, kann man nicht den Darstellern ankreiden, die bei der Premiere ihr Bestes taten, um die Handlung zu einem glücklichen Ende zu bringen. Besonders erfrischend wieder das lebendige Spiel und der trockene norddeutsche Humor von Dieter Rittweger, der den geplagten Erholungssuchenden glaubhaft verkörpert. Mehr solche Talente tun jeder Theatergruppe gut.
Weiteren Rambazamba gibt es bei den Vorstellungen in Bachern am Sonntag, 26. Dezember, um 14 und 20 Uhr sowie am 6., 7. und 8. Januar jeweils um 20 Uhr. Karten sind im Vorverkauf unter der Telefonnummer 08208/1424 erhältlich. |
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